Bis 1999 hatte die MFGL eine Vereinszeitung die 3-4 mal pro Jahr erschien. Unter anderem wurden darin einige Mitglieder genauer vorgestellt. Finden Sie hier die Interviews mit folgenden Mitgliedern:

 

Interview mit Robert Cames (1999)

Robert wie kamst du zur Modellfliegerei?
Mein Vater ist Kapitän auf einem Binnenschiff, so begann ich mit etwa 10 Jahren Modellschiffe zu bauen. Das Wasser war mir aber bald zu flach, ich suchte die dritte Dimension um mehr Action in mein Hobby zu bringen. Meine ersten Flugversuche machte ich mit meinem Taxi.

Was hast du zur Zeit gerade im Bau?
Momentan bin ich in den Vorbereitungsarbeiten für meine neuen F3B Flieger Estrella. Die RC Komponenten müssen vorbereitet werden und es sind einige Kabelbäume zu löten.

Was würdest du nie bauen?
Ein Jet kämme für mich nie in Frage.

Erzähl mir von deinem dümmsten Crash.
Einmal bin ich im Landeanflug hinter den südlichen Windschutzstreifen geflogen, dafür muss man sich schon ziemlich verschätzen.

Robert beim Einbau der RC Komponenten
Die RC Komponenten haben hier nicht viel Platz, 
alles muss sehr sauber eingebaut sein.

 
Du bist ein sehr aktiver F3B Pilot, was reizt dich an dieser Sparte?
Besonders interessant finde ich, dass drei verschiedenen Disziplinen mit dem gleichen Modell geflogen werden müssen. Am schwierigsten finde ich den Thermikflug. Das Modell bei schlechten Verhältnissen zehn Minuten in der Luft zu halten, kann ganz schön hart sein.
Am liebsten fliege ich den Speed, weil das am schnellsten geht. Im Streckenflug ist besonders die Taktik gefragt. In allen Disziplinen ist ein gutes Teamwork entscheidend für den Erfolg.

Gehst du gerne an Wettbewerbe?
Ja, sehr gerne. Das Messen mit anderen Piloten gefällt mir, zudem ergibt sich die Gelegenheit Land und Leute etwas kennen zu lernen. Besonders auf der F3B Eurotour kommt man schon etwas herum.

Was ist dein Saisonziel?
Ich möchte mich im vorderen Mittelfeld der Eurotour einreihen. Geplant ist die Teilnahme an fünf Eurotour Wettbewerben, mit Salzburg ist mir bereits ein guter Start gelungen. Ich habe aber ein etwas ferneres Ziel, ich möchte an der F3B Europameisterschaft im Jahr 2000 teilnehmen.

Was machst du lieber, fliegen oder bauen?
Dazu sage ich nur: "Ohne bauen kein fliegen"

Wie viel Training investierst du in F3B?
Jeweils Montags haben wir ein Training in der MFGL F3B Mannschaft, dazu trainiere ich noch 1-2 mal pro Woche mit der F3B IG Mittelrheintal. Vor wichtigen Wettbewerben wird zusätzlich meist ein Training in der Region 6 organisiert. In diesem Regionaltraining geht es mit ca. 15 Piloten schon wie im Wettbewerb zu und her.

Robert mit Sohn und F3B Flieger
Robert mit seinen zwei Babies, Sohn und V-Ultra

 
Du hast die IG Mittelrheintal erwähnt, was bringt sie dir?
In der IG besteht die Möglichkeit unter Wettkampfbedingungen zu trainieren. Zwischen den Piloten besteht ein reger Erfahrungsaustausch, was besonders bei der Optimierung der Modelleinstellungen sehr viel bringt. Zudem erfährt man was so in der Region läuft und an Wettbewerben können wir uns gegenseitig helfen.

Was ist das Besondere an unserem Flugplatz?
Äusserst toll finde ich die Infrastruktur des Flugplatzes. Nicht so toll finde ich das riesige Maisfeld, aber heuer sind ja Kartoffeln gepflanzt worden.

Hast du einen modellfliegerischen Zukunftswunsch?
Ich hoffe auf mehr Segelflugnachwuchs, vielleicht findet der eine oder andere den Weg zur F3B Mannschaft.

Danke Robert für das Gespräch.

 

Factbox

Name: Robert Cames
Sternzeichen: Schütze
Immatrikulation: LIE-315
Lieblingsmodell: noch V-Ultra, bald Estrella
Fliegertyp: ausgesprochener Seglertyp
Andere Leidenschaften: Reisen
Zivilstand: verheiratet, 2 Kinder