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Erfolgreiche Schweizermeisterschaft in Tuggen - Robert Cames der Modellfluggruppe Liechtenstein mit dabei
Wann: 16. August 2003
Wo: Tuggen
Autor: Robert Cames
Teilnahme: 22 Piloten

Den sechsten Schlussrang erflog sich Robert Cames am letzten Samstag an der offenen Schweizermeisterschaft im F3J in Tuggen. Unter traumhaften Wetterbedingungen kämpften 22 Piloten um Punkte und nach sechs Durchgängen stand die Rangierung fest.

In vier Vorrunden mussten die Teilnehmer nach einem Hochstart mit nur 300Meter anstelle der im F3B üblichen 400 Meter Seil ganze zehn Minuten nach Thermik suchen. Anschliessend war eine Punktlandung angesagt. Zu den besten acht Piloten der Vorrunden zählte auch Robert Cames. Mit vier ausgezeichneten Flügen konnte er sich für das Fly off qualifizieren, wo die Messlatte noch einmal höher gelegt wurde. „Fünfzehn Minuten lang zu segeln mit einem einzigen Hochstart ist schon eine lange Zeit. Aber bei diesem schönen Wetter und den heissen Temperaturen hatte ich keine grössere Schwierigkeiten.“, so Cames. Allerdings musst er im letzten Durchgang einen Materialverlust verzeichnen. „Alle Modelle suchten in einem engen Gebiet nach Aufwinden und kämpften um jede Sekunde. Da stiess mein Modell plötzlich mit einem anderen Modellsegelflugzeug zusammen. Mit Mühe gelang es mir zum Glück, das Modell in der Luft zu stabilisieren und nach sanfter Landung stellte sich heraus, dass „nur“ die Hälfte eines Flügels zerfetzt, der Rest aber noch heil war.“, erzählte Cames. Bei diesen Hochleistungsmodellen, die alle aus Glas- und Kohlefasern in Formen hergestellt werden, können beliebige einzelne Teile wieder ersetzt werden.

F3J ist eine spezielle Disziplin im Modellflug, in welcher besonders leichte und grössere Hochleistungssegelflugmodelle verwendet werden, um mit einem einzigen Hochstart zehn bis fünfzehn Minuten in der Thermik gleiten zu können, ehe zur Ziellandung auf den Punkt angesetzt wird. „Erstaunlich war dieses Jahr, dass rund die Hälfte der Teilnehmer zum ersten Mal an einer Schweizermeisterschaft teil genommen haben. Dies ist ein Indikator, dass diese Wettbewerbskategorie stark im Aufwind ist. Das hat sich im vergangenen Winter auch bei der Winterliga gezeigt, wo sich über sechzig Piloten über mehrere Wettbewerbe miteinander gemessen hatten!“, ist Cames überzeugt.


Robert Cames belegte den 6. Rang

 

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