Nach einer intensiven und langen Vorbereitungszeit ist unsere F3A Mannschaft für die Weltmeisterschaften in Polen (Offizieller Link: www.aeroklubpolski.pl) gerüstet. Wir werden auch dieses mal wieder versuchen Sie schnell und so umfangreich wie nur möglich zu informieren, ein regelmässiges vorbeischauen lohnt sich. Finden Sie hier alle aktuellen Informationen zu den Vorbereitungen und zum Verlauf der WM 2003 in Polen.

 

Der Team Manager der F3A Mannschaft berichtet
Wann: 18. August 2003
Wo: Deblin, Polen
Autor: Adolf Keutschegger


Der Team Manager berichtet....

Dienstag 5.8.2003 Reisetag
1300 km, davon 500 km in Polen. Autobahnen wie bei uns stillgelegte Fabrik-Zufahrtsstrasse. Für 800 km bis zur polnischen Grenze einen Schnitt von 110 km/h. Ab Grenze Polen bis zum Hotel in Pulavy mehr als 10 Std. Genug gefahren, die erste pos. Überraschung: es gibt ein komplettes Abendmenü im Hotel.

Mittwoch 6.8.2003 (freies Training / Registration)
In Deblin, dem eigentlichen Austragungsort angekommen, wurden wir von der Wache erst mal festgehalten bis wir von einer Eskorte empfangen und zum Haupt-Office in Kaserneninneren begleitet wurden. Perfekt vorbereitet und hochoffiziell willkommengeheissen, wurde mir alles Material für den Wettbewerb ausgehändigt. Sauber verpackt, beschriftet, detailliert und vollständig – besser kann es nicht sein – Kompliment.
Der offizielle Austragungsort befindet sich auch am Militärflugplatz. Bei der Pistenbesichtigung wurden wir denn auch von Helikoptern aus der Luft beobachtet, bis wir mit unserem Autokonvoi schliesslich das Gelände verliessen. Am freien Trainingsplatz in Uljez, ca 20 km ausserhalb von Deblin war auch schon drei Flugzonen für die verschiedenen Frequenzgruppen ausgeschildert, sodass wir gleich mit den 1. Training beginnen konnten.
Nick habe ich als Ersten die Starterlaubnis erteilt, denn er konnte es kaum erwarten, endlich wieder einmal zu fliegen. Es waren erst wenige Piloten am Platz, wir organisierten unser eigene Frequenzkontrolle und konnten intensiv trainieren. Nachdem alle den ersten Flug absolviert hatten, kamen so typische Defekte beim Material auf, die nur bei Grossanlässen zu erwarten sind. Wolfgang wunderte sich über die verunglückten Snaps beim ersten Flug, stellte dann erstaunt fest, dass das Querruder-Servo definitiv kaputt war. Nick’s 6 Jahre alte zuverlässige Benzinpumpe wollte heute auch endgültig nicht mehr arbeiten. Alles ersetzt, konnte der erste Trainingstag mit total 4 Flügen als erfolgreich beendet werden.
Das erste richtige Essen an diesem Tag gab’s erst am Abend im Hotel. Raimund ist das nicht gewohnt und musste deshalb einen Tag lang hungern. Dafür gab’s einen ordentlichen Gratisdrink. Mit Polnisch haben wir keine Probleme, einzig mit der Sprache.

Donnerstag 7.8.2003 (zweiter freier Trainingstag)
Wir sind um 09:00 Uhr auf den Trainingsplatz, diesmal nicht als Erste, USA und andere waren schon da. Wetter ist ausgezeichnet, alles lief planmässig ab. Unsere Mannschaft ist gut drauf, die Piloten finden nach und nach ihre gute Trainingsform wieder. Mittagessen gab’s diesmal auf dem Platz, denn wir haben gestern bereits einen Supermarkt gefunden und sind voll ausgerüstet. Ein guter Trainingstag, gute Flüge, ein zufriedener TM, Deblin - wir kommen.

Freitag 8.8.2003 (erster offizieller Trainingstag…)
Unser offizielles Training auf dem WM Gelände war für 13:00 Uhr angesetzt. Schon um 08:00 Uhr waren wir auf dem Aussenplatz startklar und alle konnten 2 Flüge ohne Probleme absolvieren. Am Mittag war dann Platzwechsel zum offiziellen WM-Austragungsplatz. Mit den offiziellen Trainingsflügen konnte ich nicht ganz das erwartetet Ergebnis erkennen. So war, nach ein paar aufmunternden Worten an das Team, der Samstag nochmals die allerletzte Chance für die Feinabstimmung. Alle Modelle haben erwartungsgemäss die technische Abnahme ohne Problem bestanden. Das erste Mittagessen im Offizierscasino auf dem Kasernengelände war deftige polnische Kost. Am Abend lud der Gastgeber alle Teilnehmer zum Picknick auf dem Fluggelände ein. Fein organisiert und musikalisch umrahmt genossen alle sichtlich das Freibier und die kulinarischen Schmankerl. Gulaschsuppe, Blut-Leberwurst. Schweinkopf, Schaschlik, Spiessli… Herz was willst du mehr.

Samstag 09.08.2003 (Letzte Vorbereitungen und Opening)
Nochmals auf dem freien Trainingsplatz fahren, die Unklarheiten vom letzten Trainingstag bereinigen und sich auf die Eröffnung vorbereiten, das war das Tagesprogramm für diesen Tag. Am Abend ist die erste TM-Sitzung, mit Startnummer-Auslosung, der organisatorische Take-Off für die 23. WM in Deblin. Die Piloten sind inzwischen top vorbereitet und warten nun auf die Umsetzung ihrer intensiven Vorbereitung in zählbares Resultat.
Die Eröffnungs-Zeremonie stellt alles Bisherige eindeutig in den Schatten. Perfekt organisiert und inszeniert wird eine Eröffnung geboten, mit olympischem Feuer und 1-stündiger Musik-Show und schliesslich eine Airshow mit fantastischen Flug- und Rauchfiguren. Das war absolut beeindruckend. Militärisch perfekt und exakt im Zeitplan, eine Eröffnung mit nachhaltigem Eindruck. 
Das TM-Meeting und das anschliessende Abendessen waren eigentlich der schlechteste Part am heutigen Tag. Wir haben gute Starnummern zugelost bekommen. Also kann es morgen losgehen.

Sonntag 10.08.2003 (Preliminaries A & B Pisten)
Nick muss als erster ins Rennen, der Wind ist heftig und mit einer Prise Nervosität im Bauch, kann Nick nicht wunschgemäss seine Trainingsleistung umsetzen. Die nächste Runde wird sicher besser werden – seine Verdauungsorgane hoffentlich auch. 
Wolfgang auf der Piste B hat ebenfalls den Wind für sich gemietet – zu viel Wind – beherrscht sein Modell profimässig und bekommt auch dafür gute Punkte. Zeitlich müssen wir hastig wieder auf die Piste A wechseln, weil Roland als nächster seinen ersten WM-Flug endlich machen darf. Leider verweigerte sein Motor, die notwendige Leistung bis zum Endes des Programms zu bringen. Drei Figuren vor Programmende musste Roland das Modell landen und wertvolle Punkte verschenken. Für ihn hiess es nun, möglichst rasch den Fehler lokalisieren, beheben und alle Konzentration für den nächsten Flug behalten. 
Diagnose: der Düsennadel-Block hat sich gelöst, das Benzin wurde anstatt in den Motor in die Luft geblasen.

Montag 11.8.2003 (2. Tag Preliminaries)
Heute hat Roland Frühprogramm, er muss als Vierter auf der Piste A ins Rennen. Alles ist bestens gebrieft und vorbereitet, es kann nur noch gut gehen – theoretisch. Praktisch war es leider so, dass der Motor nicht anlaufen wollte. Fast 2 Minuten brauchte das Ding bis es endlich wollte, wertvolle Sekunden, welche zum Schluss fehlen sollten. Trotz der hektischen Startphase konnte sich Roland konzentrieren und zeigte einen sauberen Flug, doch die Zeit lief und lief, bei der Landung hatte er schliesslich 3 Sekunden Überzeit, das heisst, die Landung zählte nicht mehr – schade. Wieder heisst es, die Ursache für die Startprobleme sicher zu diagnostizieren und nach Möglichkeit sicher zu beheben. Es wird beschlossen, den Motor zu wechseln. Wolfgang und Roland mussten wieder eine Sonderschicht einlegen und den neuen Motor – auf einer Aussenpiste – abzustimmen, eine weitere Panne bei Roland wäre das Ende dieser WM!
Wolfgang hatte sich für seinen heutigen Flug wieder den Wind gemietet und musste alles geben, um die x-mal trainierten Figuren mit möglichst wenigen Fehlern den strengen Punkterichtern zu präsentieren. Er schafft es wieder bravourös. Doch die Punkterichter sehen das durch ihre Brille manchmal anders. Die Punkteauswertung brachte es diesmal zum Ausdruck. Noch haben wir zwei Flüge der Quali vor uns – und wir werden Gas geben. 
Nick musste am frühen Nachmittag auf die Piste. Der Wind wird stärker und stärker, es wird eine schwierige Sache. Mit allen Mitteln kämpfte sich Nick durch das Programm, und wenn ihm eine Figur so richtig gut gelungen ist, fliegt er sie zur Wiederholung noch mal – und keiner hat’s gemerkt. 
Zum Tagesabschluss musste noch die Presse mit neuesten Daten bedient und unsere Fanpost erledigt werden. Im grossen Hangar wurde ein portables Büro installiert, das gesamte Team hatte die Sache rasch erledigt.

Dienstag 11.8.2003 (3.Tag Preliminaries)
Heute ist der Schwerpunkt des Geschehens hauptsächlich am Nachmittag. Nick muss am Mittag ins Rennen. Der Wind ist sein Begleiter und fordert wieder volle Konzentration. Mit einem gleichmässig guten Flug vom Anfang bis zum Schluss, hatte Nick praktisch 3 zählende Durchgänge sichergestellt. 
Wolfgang, am späten Nachmittag gestartet, hatte erstmals gute Flugbedingungen und konnte heute seinen besten Flug verbuchen, auch punktemässig. Leider hatte die Zero-Falle wieder ’zugesnappt’ (Snap = zu englisch die gerissene Rolle).  Drei Punkterichter waren sich einig, dass diese Figur anders geflogen werden muss. Wir werden also noch daran arbeiten müssen?
Für Roland ist heute erst am Abend die Stunde der Wahrheit. Der neue Motor musste heute bedingungslos seine Leistung bringen, und zwar ohne Startschwierigkeiten und Absteller. Vom Fliegerischen ist Roland bestens präpariert und musste es nun umsetzen können. Ausgezeichnete Wetterbedingungen am Abend waren schon mal ein gutes Gefühl für diesen Flug. Und er packte auch wirklich zu, die Punkterichter sahen es ebenso. Roland erzielte mit dem heutigen Resultat jenes Ergebnis, welches eigentlich schon für den 1.Flug sein Ziel war. 
Alles in Allem wird der heutige Tag als der bisher erfolgreichste für das Team zu verzeichnen sein. Das Punktekonto für die Teamwertung bringt uns in der Zwischenrangliste von Rang 9 auf Rang 8.
Wenn morgen, am letzten Quali-Tag alles gut läuft, werden wir noch Ränge gutmachen können, doch die Spitzenplätze werden sich wohl die USA, Japan, Frankreich, Deutschland und Italien unter sich ausmachen. Ein 5. Platz ist für uns theoretisch möglich, aber nur wenn bei uns am letzten Tag alles super läuft und die anderen Nationen vielleicht einen Hänger haben.

Mittwoch, 13.8.2003 (letzter Quali-Tag und Entscheidung für die Teamwertung)
Wir haben Heute Morgen ruhiges Wetter, weil es in de Nacht etwas geregnet hatte. Wolfgang und Roland haben ihre entscheidenden Flüge bereits am Vormittag, während die Bedingungen optimal sind. Jetzt gilt: Nerven bewahren und den Streicher-Durchgang zu verbessern. Und sie haben Nerven. Präzise und mit ansprechender Präsentation gelingt es ihnen, das x-mal trainierte Programm ohne wesentliche Fehler im Wettbewerb umzusetzen. Leider hat auch heute wieder die berühmte Zero-Falle zugesnappt und wertvolle Punkte vernichtet. 
Nick, heute als letzter unseres Teams am Start, hat Superwetter und er nützt seine Chance, einen Superfinish zu fliegen. Konzentriert, gut vorbereitet und mit dem ehrgeizigen Ziel, seinen schlechtesten Durchgang aus der Wertung zu kippen, legt er feines Händchen an, und erntet für seine Darbietung die vermutlich höchste Punktezahl in seiner F3A-Karrie. 
In der Einzelwertung belegt Nick Schädler bei dieser 2. WM-Teilnahme von 98 gestarteten Piloten den bravourösen 42. Rang. Eine Steigerung von 16 Plätzen gegenüber seiner 1. WM-Teilnahme von 2001 in Irland. Die gleiche Steigerung bei der nächsten WM in Frankreich würde für Nick die Teilnahme in einem Halbfinale bringen. Herzliche Gratulation an Nick
Für die Mannschaftswertung sind wir nun alle gespannt, ob uns dieser Tag von dem (inoffiziellen) 8. Zwischenrang entscheidend nach vorne bringen wird. Tatsächlich schaffen wir es, vom eher unbefriedigenden Zwischenrang auf den endgültig 5. Rang in der Nationenwertung vorzurücken. Nach den „Ladehemmungen“ am Anfang dieser WM, an dieser Stelle: „Herzliche Gratulation an das Team“ 

Donnerstag 14.08.2003 (Training fürs Halbfinale)
Nach den gestrigen Anpassungen für die fast schon legendären, unbelohnten „Snaps“ dieser WM, gilt es heute, diese Änderungen ins Finalprogramm F03 einzubinden und vor allem Sicherheit und Harmonie in den Figurenablauf zu bringen. Wolfgang und Roland, die beiden Halbfinalisten, haben nach 4-5 Trainingsflügen das Programm wieder gut im Griff. So können wir gut gerüstet das morgige Halbfinal in Angriff nehmen. 
Für mich steht eine Team-Managersitzung auf dem Programm. Vor allem interessiert mich jetzt aber die Startnummer für das morgige Halbfinal. Nach Herausgabe der Startliste hatte ich mir gewünscht, ich hielt die Rangliste in der Hand. Roland hat die Nummer 1 auf dem Rücken!

Freitag 15.08.2003 (Halbfinale; und zu Hause ist Fürstenfest)
Heute ist Frühdienst angesagt. Roland wird als Startnummer 1 bereits um 9 Uhr das Halbfinale eröffnen. Der Wind hat sich über Nacht beruhigt, das letzte Briefing ist gemacht – nun liegt’s an Roland, die vielen, vielen Trainingsflüge in zählbares Resultat umzuwandeln. 
Wolfgang hat mit der Startnummernauslosung besseres Losglück und muss erst als 7. ins Rennen. Die prognostizierte Zunahme des Windes auf der Piste bewahrheitet sich, und Wolfgang hat alle Finger voll zu tun, dem LAZULITE seinen Willen aufzuzwingen. Das Rennen läuft gut, beide Piloten können mit ihren Flügen – und auch mit der Wertung zufrieden sein. 
Für den 2. Durchgang am Nachmittag hält der Wind an. Jetzt werden Modelle und Piloten nochmals hart auf ihre Leistungsfähigkeit getestet. Spannend ist natürlich, wie der Amerikanische Pilot Chip Hyde mit seinem Doppeldecker und sein Teamkollege Jason Shulman mit seinem Elektroflieger ihre Aufgabe meistern werden. Durch die Umkehrung der Startreihenfolge im 2. Durchgang profitieren unsere Piloten und sind erst gegen 16:00 Uhr am Start und wir hoffen auf eine Wetterberuhigung, doch der Wind hat sich diesmal nicht an die täglichen Wetterprognosen gehalten – im Gegenteil: es blies gnadenlos. Beide LIE – Halbfinalisten schaffen mit guten Flügen den Einzug ins Finale. Mit dem 5.Rang hat Roland seine Erwartungen voll erfüllt - Wolfgang geht mit dem 10.Rang als 2. LIE-Pilot in den WM-Endkampf - in die heiss begehrte Runde der Top Ten der Welt.
Für das Erreichen dieses Etappenzieles: Herzliche Gratulation an Roland und Wolfgang 
Das heutige Abend- (oder besser Spätabend-) -programm ist damit definiert. 10 Finalisten mit ihren Teammanagern, alle Punkterichter und das Wettbewerbskomitee werden die zwei Figurenprogramme „UNKNOWN 1“ und „UNKNOWN 2“ gemeinsam zusammenstellen. Leider zieht sich dieses Prozedere diesmal arg in die Länge, sodass mit dem mentalen Figurentraining wiederum erst spät am Abend begonnen werden kann. Mit guten Kontakten zum Office gelingt es mir, wenigstens einen Vorabdruck der beiden Programme zu erhaschen und nahm damit eilends den 30km Heimweg ins Hotel unter die Räder. Roland und Wolfgang waren bereits vorher abgefahren, damit sie noch ein kleines Abendessen zu sich nehmen können, bevor sie sich für die Figurenbeschreibung der zwei „Unbekannten“ Programme ins Zimmer zurückziehen. 

Samstag 16.08.2003 (Finale)
Einmal mehr hat Roland die Startnummer 1 erwischt! Das heisst heute bereits um 05:40 Uhr – ohne Frühstück – Abfahrt vom Hotel für den entscheidenden Tag mit vier entscheidenden Flügen. Um 07:00 Uhr ist Start angesagt. Die pralle Morgensonne hatte sich jedoch noch nicht endgültig aus dem Flugfenster verabschiedet, sodass der Start eine halbe Stunde verzögert werden musste. 
Endlich am Start, zögert Rolands Motor schon wieder und lässt sich schwer starten. Ich denke nur – nicht schon wieder bitte….. und doch, er läuft. 
Nicht die Windverhältnisse sind es an diesem Morgen, sondern die Sonne am Rand des Flugfensters störte Heute, und Roland’s 1.Flug war nicht sein bester in dieser WM. Beim 1.Unbekannten lief es immer noch nicht nach Wunsch, doch konnte Roland seinen 5. Rang in der Zwischenwertung halten. Der 3. Flug an diesem Tag war ein Superflug und liess die Erwartungen steigen, denn der bessere von je 2 Flügen zählte für die Endwertung. Leider gelang der 4. Flug (2.Unbekannte) gar nicht wunschgemäss und Roland musste damit drei Ränge einbüssen. Er beendet diese nicht optimal gelaufene WM mit dem 8. Schlussrang. 
Sein persönliches Ziel hat Roland damit vielleicht nicht ganz erreicht. Zu dieser Leistung - Platz 8 in der Weltrangliste sage ich Dir Roland „Herzliche Gratulation“

Wolfgang hat es mit der Startnummernauslosung für das Finale besser getroffen. Immer im Mittelfeld, konnte er sich vor seinem Flug ein bisschen am Modellverhalten seiner vor ihm startenden Piloten orientieren. 
Nur mit viel Routine und Können war es unter diesen schwankenden Windverhältnissen möglich, das Modell in den vorgeschriebenen Bahnen zu halten. Es wurde schon fast zur Lotterie, die Punkterichter hatten dafür keine Nachsicht und sparten mit den Punkten. Wolfgang konnte seinen 10. Rang nach dem Halbfinale, trotz guter Leistung im Finale diesmal nicht mehr verbessern. Schliesslich bleibt der Altmeister jedoch auch nach dieser WM unter den Top Ten der Welt. Herzliche Gratulation Wolfgang. 

Die Endrangliste präsentiert sich wie folgt:
1. Ch. Paysant-le Roux (FRA) 2000.0
2. Quique Somenzini (ARG) 1940.3
3. Chip Hyde (USA) 1939.2
4. Tetsuo Onda (JAP) 1918.1
5. Yoichiro Akiba (JAP) 1899.1
6. Masato Kusama (JAP) 1889.3
7. Jason Shulman (USA) 1885.2
8. Roland Matt (LIE) 1868.6
9. Bernd Beschorner (GER) 1856.1
10. Wolfgang Matt (LIE) 1786.2

42. Nick Schädler (LIE) 

Nationenwertung: 
1. USA 
2. FRANCE 
3. JAPAN 
4. GERMANY 
5. LIECHTENSTEIN 
6. ITALY 
7. ARGENTINA 
8. AUSTRIA 
9. SWITZERLAND 
10. BELGIUM 

Danke
Auf keinem Wertungsblatt ist die Leistung der Helfer im Hintergrund aufgeführt. Ich möchte an dieser Stelle unserem Team-Helfer Raimund Wehrle und unserem FAI-Punktrichter Sigi Beck für ihren Einsatz, den sie zu Gunsten des gesamten Teams während der vielen Trainingsstunden und hier an der WM erbracht haben, herzlichen danken. 

Schlussbetrachtung
Eine Weltmeisterschaft mit hervorragendem Rahmenprogramm seitens des Veranstalters, des Aeroklub Polsky, unterstützt von den lokalen Behörden und vor allem dem Militär. Die statisch planbaren Elemente, die Eröffnungszeremonie, der Picknick im Freien, das Schlussbankett, waren perfekt vorbereitet, glanzvoll und beispielhaft inszeniert. Dafür gebührt dem OK grosser Dank und Anerkennung. 
Informationen zum aktuellen Geschehen am Fluggelände, die laufenden Ergebnisse, als eigentliche Essenz für die Teilnehmer, und auch für das Publikum, waren leider absolut unter Standard. 

Die Piloten werden vermutlich das gute Abschneiden des Doppeldeckers von Chip Hyde, sowie die Leistungsfähigkeit des Elektroantriebes von Jason Shulman speziell zur Kenntnis genommen haben. Man darf gespannt in die Zukunft sehen, ob diese Präsentation und die Ergebnisse die Zukunft der F3A-Szene beeinflussen werden. 

Triesenberg, 18. Aug. 2003 
Adolf Keutschegger, TM

 

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